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Lebensmittel & Nährwerte

Honig und Sirupe: Kalorien, Zucker und Sorten von Blütenhonig bis Ahornsirup

Von Redaktion kalorien.info · Stand: 01.11.2026 · Prüfstatus: redaktionell geprüft, nicht extern fachlich geprüft (was das heißt)

Kurz gesagt: Honig liefert 305 kcal je 100 g, Blütenhonig 318 kcal, Ahornsirup 240 kcal und weißer Zucker 400 kcal. Je Teelöffel ist Honig mit 31 kcal nur wenig energieärmer als Zucker, weil er bis zu 20 Prozent Wasser enthält. Honig zählt zu den freien Zuckern, deren Anteil an der Energiezufuhr unter 10 Prozent bleiben soll; die Mineralstoffe fallen kaum ins Gewicht. Kinder unter 12 Monaten bekommen keinen Honig.

Gemalter Holztisch mit Honigglas, Honigheber, Wabenstück, Flasche Ahornsirup und Glas mit dunkler Melasse, ohne Schrift
Illustration · symbolisch, keine Mengenangabe

Wie viele Kalorien haben Honig, Ahornsirup und Zucker?

Honig besteht fast vollständig aus Zucker und Wasser. Das Nährwertbild des Honigs im Bundeslebensmittelschlüssel zeigt 305 kcal, 74,1 g Kohlenhydrate und 18 Prozent Wasser je 100 g. Blütenhonig (Nektarhonig) liegt bei 318 kcal und 19 Prozent Wasser, Honigtauhonig (Waldhonig) bei 362 kcal. Weißer Zucker hat als reiner Kristallzucker 400 kcal und kein Wasser, brauner Rohzucker 387 kcal.

Sirupe liegen darunter, weil sie mehr Wasser enthalten. Ahornsirup kommt auf 240 kcal und 32 Prozent Wasser, Fruchtsirup auf 249 kcal, Melasse auf 229 kcal je 100 g. Glukosesirup erreicht mit 413 kcal fast die Energie von reinem Zucker. Marmelade aus Zitrusfrüchten bringt 240 kcal, getrocknete Datteln, die in Rezepten oft als Zuckerersatz dienen, 356 kcal und 78,9 g Zucker je 100 g. Je Teelöffel von 10 g sind das für Honig 31 kcal und 7,1 g Zucker, für Ahornsirup 24 kcal und 6,0 g Zucker; ein Teelöffel Haushaltszucker von 5 g hat 20 kcal.

Die Süße spielt dabei eine Rolle: Wegen des Fruchtzuckers schmeckt Honig süßer als Haushaltszucker, sodass für denselben Geschmack eine kleinere Menge reicht. Das gleicht den Unterschied bei der Energie aus und macht Honig im Alltag zu einem Süßungsmittel, das man genauso zählen muss wie Zucker. Hinweise zu anderen Süßungsmitteln finden sich auf der Seite Süßungsmittel, zum Zucker in Aufstrichen auf der Seite Brotaufstriche.

Honig, Sirupe und Zucker im Vergleich: Energie, Kohlenhydrate, Zucker und Wasser (BLS 4.0)
Lebensmittelkcal je 100 gKohlenhydrate (g) je 100 gdavon Zucker (g)Wasser (g) je 100 gPortionkcal je PortionZucker (g) je Portion
Glukosesirup41379,531,8211 Teelöffel (10 g)413,2
Zucker, weiß400100,0100,001 Teelöffel (5 g)205,0
Traubenzucker (Glukose)400100,0100,001 Teelöffel (5 g)205,0
Fruchtzucker (Fruktose)400100,0100,001 Teelöffel (5 g)205,0
Zucker, braun (Rohzucker)38796,796,711 Teelöffel (5 g)194,8
Honigtauhonig (Waldhonig)36285,977,6191 Teelöffel (10 g)367,8
Invertzuckercreme33182,582,5171 Teelöffel (10 g)338,3
Blütenhonig (Nektarhonig)31878,677,6191 Teelöffel (10 g)327,8
Honig30574,170,8181 Teelöffel (10 g)317,1
Fruchtsirup24960,060,0371 Teelöffel (10 g)256,0
Ahornsirup24059,959,9321 Teelöffel (10 g)246,0
Marmelade (Zitrusfrüchte)24057,857,8391 Teelöffel (10 g)245,8
Melasse22955,955,9251 Teelöffel (10 g)235,6

Welche Honigsorten gibt es, und was unterscheidet sie?

Honig aus dem Nektar von Blütenpflanzen heißt Blütenhonig oder Nektarhonig. Honig, der vollständig oder überwiegend aus Pflanzensekreten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Insekten wie Blattläusen stammt, ist Honigtauhonig. Waldhonig ist ein Honigtauhonig, der nur von Pflanzen aus Wäldern stammt. Blütenhonig ohne weitere Angabe zur Herkunft ist eine Mischung verschiedener Blütenhonige. Geschmack, Farbe und Konsistenz schwanken von Jahr zu Jahr und von Gebiet zu Gebiet. Markenhersteller mischen den Honig vieler Imkereien deshalb oft so, dass der Geschmack gleich bleibt.

Sortenhonige stammen vollständig bis überwiegend aus den angegebenen Blüten oder Pflanzen und tragen deren typische Merkmale. Heidehonig wird in Deutschland fast nur aus Besenheide gewonnen; er ist hellbraun bis rötlich-braun, kräftig-aromatisch bis herb, manchmal mit Bitternote, und von geleeartiger Konsistenz. Rapshonig ist weiß bis hellbeige, mild und schwach blumig mit leicht kühlendem Mundgefühl; durch Rühren wird er fein kristallin und cremig. Fichtenhonig ist ein rotbrauner Honigtauhonig mit malzig-würzigem, leicht säuerlichem Geschmack und zähflüssiger bis kristalliner Konsistenz.

Weitere Arten kennt die Honigverordnung: Tropfhonig entsteht durch Austropfen der entdeckelten, brutfreien Waben, so wie vor der Erfindung der Honigschleuder 1865. Backhonig ist für industrielle Zwecke oder als Zutat gedacht. Der Begriff Rohhonig ist lebensmittelrechtlich nicht gebräuchlich. Manuka-Honig stammt aus dem Nektar der Südseemyrte in Neuseeland und Teilen Australiens; sein Inhaltsstoff Methylglyoxal wird nach dem Verzehr spätestens im Dünndarm abgebaut, mögliche antibakterielle Wirkungen betreffen deshalb nur Mund und Speiseröhre. Vom sterilen medizinischen Manukahonig für die Wundbehandlung ist er klar zu trennen.

Gemaltes Wabenstück mit Honig, ein Honigheber und ein Glas mit hellem Honig auf einem Holztisch, ohne Schrift

Was darf im Honigglas sein, und was nicht?

Für Honig gelten das allgemeine Lebensmittelrecht, die Leitsätze für Honig und vor allem die Honigverordnung, die eine EU-Richtlinie umsetzt. Die Anforderungen sind in der gesamten Europäischen Union vergleichbar. Dem Honig dürfen keine anderen Stoffe zugefügt werden. Wer Zuckersirup zugibt, macht ihn zu etwas anderem – eine der häufigsten Fälschungsarten. Auch Gewürze wie Zimt oder Ingwer sind nicht erlaubt: Ein Erzeugnis „Honig mit Zimt“ gibt es rechtlich nicht, korrekt wäre „Zubereitung aus Honig und gemahlenem Zimt“. Ferner darf Honig keinen künstlich veränderten Säuregrad und keinen fremden Geschmack oder Geruch haben, und ihm dürfen weder Pollen noch andere honigeigene Stoffe entzogen werden.

Die Verordnung legt Mindest- und Höchstwerte fest: Fruktose und Glukose zusammen müssen bei Blütenhonig mindestens 60 g je 100 g ausmachen, Saccharose höchstens 5 g je 100 g. Dazu kommen Höchstwerte für Wasser, wasserunlösliche Stoffe und freie Säuren. Honige mit dem Hinweis „Premium“ oder „Auslese“ müssen strengere Kriterien erfüllen, etwa einen besonders niedrigen Wassergehalt und eine hohe Aktivität des Enzyms Invertase. Ähnlich strenge Maßstäbe setzt der Deutsche Imkerbund für das Glas „Echter Deutscher Honig“ mit Gewährverschluss.

Bio-Honig unterscheidet sich vom konventionellen Honig durch die Standorte, an denen im Umkreis im Wesentlichen keine konventionell bewirtschafteten Flächen liegen, und durch die ökologische Haltung der Bienen: Beuten aus Holz oder anderen Naturstoffen, Mittelwände aus Bio-Wachs. Verfälschungen sind schwer nachzuweisen; dazu zählen gestreckter Honig und maschinell getrockneter, unreifer Honig sowie falsche Herkunfts- und Trachtangaben.

Ist Honig gesünder als Zucker, und wie viel ist okay?

Honig besteht überwiegend aus Fruktose und Glukose. Daneben enthält er kleine Mengen Vitamine, Mineralstoffe und Flavonoide, die so gering sind, dass sie zur Versorgung nichts beitragen. Das zeigen auch die Daten: Honig hat 5 mg Calcium, 4 mg Magnesium und 0,3 mg Eisen je 100 g. Auf einen Teelöffel von 10 g entfallen 0,5 mg Calcium, bei einem Tagesbedarf von 1.000 mg. Ahornsirup liefert mit 102 mg Calcium und 212 mg Kalium je 100 g mehr, Melasse mit 378 mg Calcium, 211 mg Magnesium, 9,4 mg Eisen und 1.610 mg Kalium je 100 g deutlich mehr; ein Teelöffel Melasse bringt allerdings auch nur 38 mg Calcium.

Für die Gesundheit zählt die Zuckermenge. Die Empfehlung lautet, freie Zucker auf weniger als 10 Prozent der Gesamtenergiezufuhr zu begrenzen; bei 2.000 kcal am Tag sind das höchstens 50 g. Freie Zucker umfassen die Zucker, die Hersteller oder Verbraucher Lebensmitteln zusetzen, und die Zucker, die natürlich in Honig, Sirupen, Fruchtsaftkonzentraten und Fruchtsäften vorkommen. Honig und Ahornsirup zählen also mit, auch wenn sie als Naturprodukte gelten. Zwei Teelöffel Honig im Tee und ein Löffel auf dem Brötchen kommen auf 21,2 g Zucker, das sind gut 40 Prozent der Tagesmenge von 50 g. Mehr zum Thema auf der Seite freier Zucker.

Mineralstoffe in Honig, Sirupen und Zucker (je 100 g) (BLS 4.0)
LebensmittelCalcium (mg) je 100 gMagnesium (mg) je 100 gEisen (mg) je 100 gKalium (mg) je 100 gZink (mg) je 100 g
Melasse3782119,416100,5
Ahornsirup102210,12121,5
Zucker, braun (Rohzucker)55141,6900,0
Blütenhonig (Nektarhonig)620,3450,2
Honigtauhonig (Waldhonig)620,3450,2
Honig540,3670,2
Zucker, weiß100,220,0

Wie kochst und backst du mit Honig?

Honig lässt sich in der kalten und warmen Küche vielseitig nutzen. Ein Honig-Senf-Dressing verbindet die Süße des Honigs mit der Schärfe des Senfs und der Säure von Essig oder Zitronensaft. Es hat 404 kcal je 100 g, 41,3 g Fett und 5,1 g Zucker; ein Buttermilch-Dressing mit Honig kommt auf nur 104 kcal. Honig süßt Smoothies, Joghurt und Müsli, kaltes Dessert und saure Früchte. Bei Bratengerichten kommt er erst gegen Ende der Garzeit aufs Fleisch, weil er schnell bräunt.

Heiße Getränke kühlen erst auf Trinktemperatur ab, dann wird der Honig eingerührt, weil Honig oberhalb von 40 Grad einige wertgebende Inhaltsstoffe verliert. Zum Backen eignet sich nur flüssiger Honig, am besten leicht erwärmt. Der Teig wird nicht so locker wie mit Zucker; viele Rezepte behalten deshalb einen Teil Zucker bei und geben etwas mehr Triebmittel hinzu, weil Teige mit Honig feuchter und fester werden. Bei Vollkornrezepten braucht es etwas mehr Flüssigkeit. Honiggebäck bräunt schneller: Die Temperatur etwas senken und länger backen, große Stücke nach der halben Zeit mit Backpapier abdecken. Für knuspriges Gebäck wie Butterplätzchen, Baiser oder Makronen taugt Honig nicht, weil er Wasser anzieht.

Die Rezeptdaten zeigen, wie viel Zucker Honiggerichte mitbringen: Honigkuchen enthält 38,0 g Zucker je 100 g, Cornflakes mit Milch und Honig 8,2 g, Honigpfannkuchen 9,6 g. Mehr zu Süßem auf der Seite Süßigkeiten und zu Backwaren auf der Seite Kuchen und Gebäck.

Honig in Speisen: Dressing, Gebäck, Müsli und Salat (BLS 4.0)
Lebensmittelkcal je 100 gdavon Zucker (g)Fett (g) je 100 gWasser (g) je 100 g
Senf-Honig-Dressing für Salat4045,141,349
Buttermilch-Dressing mit Honig für Salat1047,96,381
Honigkuchen36638,06,513
Feiner Honigkuchen33736,46,720
Honigpfannkuchen, gebraten3219,612,935
Cornflakes mit Milch (3,5 % Fett) und Honig gesüßt1608,22,861
Apfel-Bananensalat mit Honig gesüßt7313,40,478
Gemüsesaft aus Karotte mit Honig336,30,390
Gemalte Schüssel mit Salat, ein Schälchen Honig-Senf-Dressing und ein Honiglöffel auf einem Holztisch, ohne Schrift

Warum bekommen Babys keinen Honig, und wie lagerst du ihn?

Honig ist ein Naturprodukt und kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die Bienen eintragen. Bei Säuglingen im ersten Lebensjahr ist die Darmflora noch nicht so weit entwickelt, dass sie die krankmachenden Keime in Schach hält. Säuglingsbotulismus ist sehr selten, kann aber lebensbedrohlich verlaufen. Deshalb tragen alle Honiggläser den Hinweis, dass der Honig für Kinder unter 12 Monaten nicht geeignet ist. Babyfertignahrung und Kekse, die mit Honig gesüßt sind, gelten als bedenkenlos: Sie werden bei der Herstellung so hoch erhitzt, dass mögliche Bakterien abgetötet werden.

Wegen seines hohen Zucker- und geringen Wassergehalts hält sich Honig bei kühler, trockener und dunkler Lagerung über Jahre ohne Qualitätseinbußen, vorausgesetzt, die Löffel sind stets sauber. Auf dem Glas steht der Hinweis auf die Altersgrenze; er gilt für das Kind im ersten Lebensjahr.

Honig gehört im ersten Lebensjahr nicht in den Brei, mehr zur Beikost unter Babynahrung und Beikost.

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat ein Teelöffel Honig?

Ein Teelöffel von 10 g bringt 31 kcal und 7,1 g Zucker; Ahornsirup liefert 24 kcal.

Ist Honig gesünder als Zucker?

Honig enthält mit 5 mg Calcium je 100 g so wenig Mineralstoffe, dass sie nichts beitragen; er zählt zu den freien Zuckern, deren Anteil unter 10 Prozent der Energie bleiben soll.

Wie viel Zucker am Tag sind erlaubt?

Freie Zucker (auch aus Honig, Sirup und Saft) sollen unter 10 Prozent der Energie bleiben, bei 2.000 kcal sind das höchstens 50 g.

Warum darf Babys kein Honig gegeben werden?

Honig kann Botulismus-Sporen enthalten, und die Darmflora von Kindern unter 12 Monaten kann sie nicht in Schach halten.

Wodurch unterscheidet sich Waldhonig von Blütenhonig?

Waldhonig ist Honigtauhonig aus Ausscheidungen von Insekten an Waldpflanzen, Blütenhonig entsteht aus dem Nektar von Blüten.

Welcher Honig eignet sich zum Backen?

Flüssiger Honig, am besten leicht erwärmt; Backhonig ist für die industrielle Verarbeitung gedacht. Teige mit Honig werden feuchter und fester und bräunen schneller.

Quellen und Stand

  1. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Honig – mehr als nur süß (abgerufen 01.11.2026). bzfe.de
  2. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Die Regeln hinter dem Honig-Glas (abgerufen 01.11.2026). bzfe.de
  3. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Mit Honig kochen und backen (abgerufen 01.11.2026). bzfe.de
  4. Deutsche Adipositas Gesellschaft, Deutsche Diabetes Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Konsensuspapier Zucker, 2018 (abgerufen 01.11.2026). dge.de
  5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Calcium (abgerufen 01.11.2026). dge.de

Nährwerte: Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI 10.25826/Data20251217-134202-0, Lizenz CC BY 4.0.

Quellen geprüft bis 01.11.2026.