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Lebensmittel & Nährwerte

Kartoffelprodukte: Kalorien von Pellkartoffel, Pommes, Kroketten und Chips

Von Redaktion kalorien.info · Stand: 01.11.2026 · Prüfstatus: redaktionell geprüft, nicht extern fachlich geprüft (was das heißt)

Kurz gesagt: Gekochte Kartoffeln liefern 76 kcal je 100 g, Ofenkartoffeln 117 kcal, frittierte Pommes 203 kcal und Kartoffelchips 526 kcal. Die Knolle selbst ist fettarm und sättigend; erst Fett, Salz und Bräunung machen aus ihr ein energiereiches Produkt. Tiefgekühlte Kroketten steigen von 180 kcal roh auf 320 kcal frittiert. Gegart wird am schonendsten gedämpft oder gekocht, grüne und keimende Stellen werden großzügig entfernt.

Gemalter Holztisch mit Pellkartoffeln, rohen Kartoffeln, Pommes frites, Kroketten und Kartoffelpuffern, ohne Schrift
Illustration · symbolisch, keine Mengenangabe

Wie viele Kalorien haben Kartoffeln gekocht, gebacken und gebraten?

Die Kartoffel gehört zu den energieärmsten Beilagen. Roh, geschält liefert sie 83 kcal je 100 g, bei einem Wassergehalt von 80 Prozent. Gekocht bleibt sie bei 76 kcal, als Pellkartoffel mit Schale bei 71 kcal. Das Wasser, in dem sie gart, kommt kaum in die Kartoffel; die Energie ändert sich beim Kochen und Dämpfen daher nur wenig. Drei Pellkartoffeln von zusammen 200 g bringen 142 kcal auf den Teller, dazu 3,6 g Eiweiß und 3,4 g Ballaststoffe.

Ändert sich die Garmethode, ändert sich die Energiedichte: Im Ofen verliert die Kartoffel Wasser, die Nährstoffe konzentrieren sich. Eine geschälte, gebackene Kartoffel kommt auf 117 kcal je 100 g, eine in der Pfanne ohne Fett gebratene auf 115 kcal. Das ist ohne jeden Fettzusatz gerechnet; jeder Esslöffel Öl in der Pfanne fügt rund 90 kcal hinzu. Wer Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck zubereitet, sollte die Zutaten einzeln erfassen, statt nur die Kartoffel zu zählen. Kartoffeln aus der Konserve sind bereits gegart und haben 65 kcal je 100 g; ihr Vitamin-C-Gehalt ist mit 8 mg je 100 g allerdings deutlich niedriger als bei frisch gekochten Knollen mit 22 mg.

Die Süßkartoffel ist eine eigene Knolle. Gekocht hat sie 65 kcal je 100 g und damit weniger Energie als gekochte Kartoffeln; gebacken sind es 152 kcal. Eine eigene Seite widmet sich der Süßkartoffel; für die klassische Knolle gibt es den Eintrag Kartoffeln.

Kartoffeln roh, gekocht, gebacken und gebraten: Energie, Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamin C und Kalium (BLS 4.0)
Lebensmittelkcal je 100 gEiweiß (g) je 100 gBallaststoffe (g) je 100 gVitamin C (mg) je 100 gKalium (mg) je 100 gPortionkcal je Portion
Kartoffel, geschält, roh831,91,419381––
Kartoffel, geschält, gekocht762,02,1223843 mittlere Kartoffeln (200 g)152
Kartoffel, ungeschält, gekocht (Pellkartoffel)711,81,7143773 Pellkartoffeln (200 g)142
Kartoffel, geschält, druckgedämpft812,11,7264343 mittlere Kartoffeln (200 g)162
Kartoffel, geschält, gebacken1172,72,0215361 Ofenkartoffel (200 g)234
Kartoffel, ungeschält, gebacken1002,52,6175381 Ofenkartoffel (200 g)200
Kartoffel, geschält, gebraten ohne Fett1152,72,021529––
Kartoffel, geschält, gekocht, Konserve, abgetropft651,81,98303––
Süßkartoffel, gekocht651,72,7223211 Süßkartoffel (200 g)130

Wie unterscheiden sich Pommes, Kroketten, Puffer, Gnocchi und Chips?

Industriell verarbeitete Kartoffelprodukte liegen in einem weiten Bereich. Ganz unten stehen halb-und-halb-Kartoffelklöße mit 98 kcal je 100 g, gekochte Gnocchi mit 140 kcal und tiefgekühlte Puffer aus dem Ofen mit 171 kcal. Pommes frites liegen aus dem Backofen bei 167 kcal und frittiert bei 203 kcal, tiefgekühlte Kroketten aus dem Ofen bei 257 kcal. Kartoffelchips erreichen 526 kcal, Kartoffelsticks 502 kcal je 100 g.

Der Vergleich je 100 g führt hier in die Irre, weil die Portionen sehr verschieden sind. Eine Handvoll Chips von 30 g ist schnell gegessen und liefert 158 kcal mit 10,3 g Fett. Eine Portion Pommes von 150 g bringt aus dem Ofen 251 kcal und 6,5 g Fett, frittiert 305 kcal und 13,6 g Fett. Sechs Kroketten kommen auf 386 kcal. Der Salzgehalt bei Chips, Sticks, Kroketten und Rösti liegt mit 1,3 bis 1,8 g je 100 g deutlich höher, bei Pommes und Kartoffelklößen dagegen nur bei 0,07 und 0,06 g.

Energiereduzierte Chips sparen Fett, aber nicht in dem Maß, das die Packung vermuten lässt: 464 kcal je 100 g gegenüber 526 kcal bei der normalen Sorte, bei 21,5 statt 34,3 g Fett. Dafür enthalten sie mit 57,9 g mehr Kohlenhydrate. Wie solche Snacks in den Alltag passen, zeigt die Seite salzige Snacks; die Einordnung der Verarbeitung steht unter hochverarbeitete Lebensmittel.

Kartoffelprodukte im Vergleich: Energie, Fett, Kohlenhydrate und Salz (BLS 4.0)
Lebensmittelkcal je 100 gFett (g) je 100 gKohlenhydrate (g) je 100 gSalz (g) je 100 gPortionkcal je PortionFett (g) je Portion
Kartoffelchips52634,345,91,591 Handvoll (30 g)15810,3
Kartoffelsticks50231,546,51,801 Handvoll (30 g)1519,5
Kartoffelchips, energiereduziert46421,557,91,831 Handvoll (30 g)1396,5
Kartoffelrösti, tiefgefroren, gebraten ohne Fett27610,840,21,311 Portion (150 g)41416,2
Kartoffelkroketten, tiefgefroren, gebacken25713,227,21,356 Kroketten (150 g)38619,9
Pommes frites, tiefgefroren, frittiert2039,025,90,071 Portion (150 g)30513,6
Kartoffelpuffer, tiefgefroren, gebacken1711,932,41,063 Puffer (150 g)2572,8
Pommes frites, tiefgefroren, gebacken1674,327,40,071 Portion (150 g)2516,5
Gnocchi, gekocht1400,529,11,051 Portion (200 g)2801,1
Kartoffelkloß halb und halb, tiefgefroren, gargezogen980,918,20,062 Klöße (200 g)1961,7
Kartoffel, ungeschält, gekocht710,613,60,013 Pellkartoffeln (200 g)1421,2
Gemalter Holztisch mit goldgelben Pommes frites in einer Schale, daneben Kartoffelkroketten und Kartoffelpuffer, ohne Schrift

Warum macht die Zubereitung bei Tiefkühlprodukten so viel aus?

Tiefkühlpommes sind roh in der Packung ein wasserreiches Produkt mit 123 kcal und 3,2 g Fett je 100 g. Erst die Zubereitung entscheidet: Im Backofen verdunstet Wasser, der Fettgehalt steigt leicht auf 4,3 g, im Fettbad nimmt das Produkt Fett auf und erreicht 9,0 g bei 203 kcal. Der Wassergehalt sinkt dabei von 69 Prozent auf 57 Prozent im Ofen und 54 Prozent im Fettbad. Dieselbe Packung kann also je nach Gerät zwischen 123 und 203 kcal je 100 g liegen.

Besonders deutlich wird das bei Kroketten und Rösti. Tiefgekühlte Kroketten haben roh 180 kcal, aus dem Ofen 257 kcal und frittiert 320 kcal je 100 g, mit 21,9 g Fett. Kartoffelrösti steigen von 207 kcal roh auf 303 kcal aus dem Ofen. Bei Kartoffelpuffern fällt der Unterschied kleiner aus: 149 kcal roh, 171 kcal gebacken und 214 kcal frittiert, weil der Teig weniger Fett aufnimmt. Die Nährwertangabe auf der Packung bezieht sich in der Regel auf den Zustand, in dem das Produkt zubereitet wurde; wer anders gart, weicht davon ab.

Eine praktische Folge: Wer Kalorien zählt, wählt für tiefgekühlte Kartoffelprodukte den Backofen oder die Heißluftfritteuse und trocknet das Gargut vorher ab. Die Faustregel für Fett im Alltag steht auf der Seite roh oder gegart; wie Tiefkühlware gegenüber frischer Ware abschneidet, zeigt frisch oder tiefgekühlt.

Dasselbe Produkt, andere Zubereitung: Pommes, Kroketten, Puffer und Rösti (BLS 4.0)
Lebensmittelkcal je 100 gFett (g) je 100 gWasser (g) je 100 g
Pommes frites, tiefgefroren (Rohware)1233,269
Pommes frites, tiefgefroren, gebacken1674,357
Pommes frites, tiefgefroren, frittiert2039,054
Kartoffelkroketten, tiefgefroren (Rohware)1809,362
Kartoffelkroketten, tiefgefroren, gebacken25713,247
Kartoffelkroketten, tiefgefroren, frittiert32021,942
Kartoffelpuffer, tiefgefroren (Rohware)1491,759
Kartoffelpuffer, tiefgefroren, gebacken1711,954
Kartoffelpuffer, tiefgefroren, gebraten ohne Fett1791,852
Kartoffelpuffer, tiefgefroren, frittiert2144,045
Kartoffelrösti, tiefgefroren (Rohware)2078,653
Kartoffelrösti, tiefgefroren, gebacken30312,633
Kartoffelrösti, tiefgefroren, frittiert29113,237

Welche Vitamine und Mineralstoffe stecken in Kartoffeln?

Kartoffeln sind ein kalorienarmes Grundnahrungsmittel, das Stärke, Ballaststoffe, hochwertiges Eiweiß, Vitamin C, B-Vitamine und Kalium liefert. Roh, geschält enthalten sie 19 mg Vitamin C je 100 g; gekocht und geschält sind es 22 mg, ungeschält gekocht 14 mg. Eine Portion von 200 g Pellkartoffeln deckt damit 28 mg und etwa ein Viertel des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Beim Kalium liegen Kartoffeln mit 377 mg je 100 g (gekocht) und 538 mg (gebacken) deutlich über vielen anderen Beilagen; 200 g Ofenkartoffel bringen 1.076 mg.

Die Eiweißmenge ist mit 1,8 g je 100 g gering, aber von hoher biologischer Wertigkeit: Der Stoffwechsel wandelt es besonders gut in körpereigenes Eiweiß um. Zusammen mit Ei wird die Kartoffel in der Eiweißqualität besser bewertet als Rindfleisch oder Milch. In roten und blauen Sorten stecken zudem Flavonoide, Polyphenole und Anthocyane als sekundäre Pflanzenstoffe. Ein kleiner Teil der Stärke ist resistent: Er widersteht der Verdauung und wirkt in gekochten, abgekühlten Kartoffeln ähnlich wie Ballaststoffe. Mehr dazu auf der Seite Reis, Nudeln und Kartoffeln im Vergleich.

Verarbeitung verändert das Bild. Gebackene Pommes liefern 550 mg Kalium je 100 g. Chips liegen wegen des fast vollständigen Wasserentzugs bei 1.108 mg Kalium und 4,8 g Ballaststoffen je 100 g; das ist aber nur ein Konzentrationseffekt, denn 100 g Chips sind eine Menge, die kaum jemand auf einmal isst. Beim Garen schont das Dämpfen am meisten: Durchschnittlich gehen beim Dämpfen weniger Nährstoffe verloren als beim Kochen, und beim Kochen ist es günstiger, die Schale erst nach dem Garen zu entfernen. Geschälte Kartoffeln werden rasch weiterverarbeitet, denn im Wasser schwemmen wertvolle Inhaltsstoffe aus.

Vitamin C, Folat, Vitamin K und Kalium in Kartoffeln und Kartoffelprodukten (BLS 4.0)
LebensmittelVitamin C (mg) je 100 gFolat-Äquivalent (µg) je 100 gVitamin K (µg) je 100 gKalium (mg) je 100 gBallaststoffe (g) je 100 gMagnesium (mg) je 100 g
Kartoffel, geschält, roh191413811,422
Kartoffel, geschält, gekocht221823842,122
Kartoffel, ungeschält, gekocht142113771,718
Kartoffel, ungeschält, gebacken171825382,626
Kartoffelchips1446411084,863
Süßkartoffel, gekocht224123212,717

Wie entsteht Acrylamid, und wie senkst du es beim Braten?

Acrylamid ist ein Nebenprodukt der Bräunungsreaktion. Es bildet sich beim Backen, Rösten, Grillen, Frittieren und Braten, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel mit viel Asparagin und wenig Wasser stark erhitzt werden. Die Bildung beginnt ab etwa 120 °C und steigt ab 170 bis 180 °C sprunghaft an. Besonders hohe Gehalte haben Chips, Kartoffelpuffer, Pommes frites und Bratkartoffeln, aber auch Knäckebrot, Kräcker, Kekse, Frühstückszerealien und Röstkaffee. Gemüsechips können ebenfalls sehr hoch belastet sein.

Acrylamid wirkt im Tierversuch erbgutverändernd und krebsauslösend; eine Menge, bei der gesundheitliche Beeinträchtigungen mit hinreichender Sicherheit nicht zu erwarten sind, lässt sich nicht ableiten. Die tägliche Aufnahme über Lebensmittel liegt bei 0,4 bis 1,9 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht. Deshalb gilt der Grundsatz, die Aufnahme so niedrig wie vernünftigerweise möglich zu halten. Für die Küche heißt das: vergolden statt verkohlen. Lebensmittel werden nicht über 180 °C und nicht länger als nötig erhitzt.

Die Zubereitung lässt sich gut steuern. Je mehr Wasser im Gargut bleibt, desto weniger Acrylamid entsteht. Deshalb enthalten Bratkartoffeln aus vorgekochten Kartoffeln in der Regel weniger Acrylamid als solche aus rohen Scheiben. Eine zu stark gebräunte Schicht lässt sich abschneiden, aber auch moderat gebräunte Speisen können schon viel enthalten; besser ist es, die Bräunung von vornherein gering zu halten. Kochen, Dämpfen und Dünsten gehören zu den schonenden Garmethoden, bei denen es nicht zu einer Bräunung kommt. Tiefkühlprodukte werden nach Packungsangabe zubereitet und nicht länger als nötig im Ofen oder im Fett gelassen. Frittierfett wird regelmäßig gewechselt.

Gemalter Holztisch mit Blech voller goldgelber Ofenkartoffeln und einer Schale mit gekochten Pellkartoffeln, ohne Schrift

Wann werden Kartoffeln giftig, und was tun bei grünen Stellen?

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und bilden zur Abwehr von Schädlingen Glykoalkaloide, vor allem Solanin und Chaconin. Sie sitzen größtenteils in der Schale und sind in den Keimen und Augen konzentriert. Grünliche Stellen weisen auf einen höheren Gehalt hin. Das Solanin bildet sich verstärkt unter Licht und Wärme. Wer zu viel aufnimmt, spürt ein Kratzen und Brennen im Hals, einen bitteren Geschmack, bei größeren Mengen auch Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, selten Bewusstseinsstörungen.

Sachgerecht angebaute, geerntete und gelagerte Kartoffeln enthalten meist 20 bis 100 mg Glykoalkaloide je Kilogramm; für Speisekartoffeln gilt ein Zielwert von unter 100 mg je Kilogramm. Bei normalem Gehalt müssten Erwachsene mehr als zehn Portionen Pellkartoffeln am Tag essen, um in den Bereich einer Vergiftung zu kommen. Todesfälle durch Glykoalkaloide wurden in den letzten 50 Jahren nicht beschrieben. Kinder reagieren wegen ihres geringeren Körpergewichts empfindlicher; kleine Kinder essen Kartoffeln deshalb nur geschält.

Im Alltag genügen wenige Regeln. Grüne Stellen und Keimansätze werden großzügig herausgeschnitten. Alte, eingetrocknete oder stark keimende Kartoffeln, solche mit großen grünen Flächen und Kartoffelgerichte mit bitterem Geschmack kommen nicht auf den Teller. Das Kochwasser wird weggegossen, weil Solanin wasserlöslich ist und durch Hitze nicht zerstört wird. Die Schale mitzuessen, ist bei frischen, unverletzten Kartoffeln möglich; Snacks, die überwiegend aus Kartoffelschalen bestehen, sind nicht geeignet. Dasselbe Prinzip gilt für unreife grüne Tomaten und Auberginen, die ebenfalls Glykoalkaloide enthalten.

Welcher Kochtyp passt zu Salat, Püree, Klößen und Bratkartoffeln?

In Deutschland sind über 200 Kartoffelsorten zugelassen. Sie werden in drei Kochtypen eingeteilt, und die Wahl entscheidet über das Ergebnis. Festkochende Sorten behalten ihre Struktur, die Schale bleibt intakt, die Schnittfläche glatt und leicht feucht. Sie haben den geringsten Stärkeanteil und passen zu Kartoffelsalat, Gratin und Bratkartoffeln; Beispiele sind Cilena, Serafina, Nicola und Selma. Zum Salat siehe Kartoffelsalat.

Vorwiegend festkochende Sorten sind die Alleskönner. Die Schale kann beim Kochen etwas aufplatzen. Sie eignen sich als Beilage zu Fleisch und Fisch, für Aufläufe, Suppen, Salz- und Pellkartoffeln und ebenfalls für Bratkartoffeln. Zu ihnen zählen Velox, Berber, Marabel, Agria, Solara, Quarta, Satina, Secura und Granola.

Mehligkochende Sorten enthalten besonders viel Stärke, werden weich und körnig, die Schale platzt deutlich auf. Genau das macht sie zur ersten Wahl für Püree, Kartoffelsuppe, Eintöpfe, Klöße, Knödel, Reibekuchen, Kroketten und Ofenkartoffeln. Beispiele sind Adretta, Afra, Melina, Karlena und Likaria. Auf der Packung ist der Kochtyp eine freiwillige Angabe; wer ihn nicht findet, fragt am Verkaufsort nach.

Gemalter Holztisch mit drei Haufen Kartoffeln: kleine gelbe, mittelgroße und große braune Knollen, eine Kartoffel aufgeschnitten, ohne Schrift

Wie kaufst und lagerst du Kartoffeln richtig?

Frische, gute Kartoffeln sind fest, sauber und trocken, riechen erdig und nicht muffig und haben keine Druckstellen, Runzeln, Keimansätze oder grünen Stellen. Kleine Schalenfehler mindern die Qualität nicht. Ungewaschene, noch leicht erdige Knollen halten länger. Heimische Frühkartoffeln gibt es frisch geerntet ab Juni, spätere Sorten ab August bis Oktober und November; da sich die späten Sorten sehr gut lagern lassen, bietet der Handel sie bis weit ins nächste Jahr an. Frühkartoffeln mit ihrer noch unreifen Schale halten nicht lange.

Zu Hause kommen Kartoffeln kühl, dunkel, trocken und gut belüftet unter. Die ideale Temperatur liegt zwischen 7 und 10 °C; der Kühlschrank ist ungeeignet, denn die Kälte wandelt Stärke in Zucker um, was Geschmack und Textur verändert. Kleine Mengen halten sich in Papiertüten oder Jutesäcken, die vor Austrocknung und Ergrünen schützen; Folienverpackungen sind ungeeignet, weil sich darin Feuchtigkeit und Schimmel bilden. Größere Mengen liegen locker auf Lattenrosten oder Holzhorden, höchstens etwa 40 cm hoch. Zu warm gelagerte Kartoffeln keimen rasch, zu hell gelagerte werden grün.

Eine verbindliche Handelsklasse gibt es für Kartoffeln nicht; Sorte, Kochtyp und Herkunft sind freiwillige Angaben. Ein Mindesthaltbarkeitsdatum und eine Nährwerttabelle fehlen, weil Kartoffeln ein Monoprodukt sind. Wer Rückstände vermeiden möchte, greift zu Bio-Ware, die ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel erzeugt wird. Im Alltag zählt außerdem die Menge: Eine Beilagenportion sind rund 200 g, das entspricht den drei Pellkartoffeln aus den Tabellen. Wie sich Kartoffeln in eine ausgewogene Woche einfügen, zeigt die Seite 5 am Tag.

Bratkartoffeln, Kartoffelpuffer, Püree und Knödel in der deutschen Küche: Deutsche Küche.

Reibekuchen und Kartoffelpuffer mit Acrylamid und Fett: Pfannkuchen und Waffeln.

Kartoffelgratin und Kartoffelauflauf mit Kalorien je Portion: Aufläufe und Gratins.

Pommes frites, Kroketten und Kartoffelpuffer vom Imbiss mit Dips und Acrylamid: Fast Food und Imbiss.

Salzkartoffeln, Püree, Klöße und Bratkartoffeln als fertige Beilage mit Kalorien je Portion: Kartoffelgerichte.

Häufige Fragen

Wie viele Kalorien hat eine gekochte Kartoffel?

Im BLS 76 kcal je 100 g; drei Pellkartoffeln von 200 g bringen 142 kcal.

Wie viele Kalorien haben Pommes frites?

Tiefgekühlte Pommes aus dem Ofen 167 kcal je 100 g, frittiert 203 kcal; eine Portion von 150 g sind 251 bzw. 305 kcal.

Dürfen Kartoffeln in den Kühlschrank?

Nein. Bei Kälte wird Stärke in Zucker umgewandelt, was Geschmack und Textur verschlechtert. Ideal sind 7 bis 10 °C an einem dunklen, trockenen Ort.

Darf man grüne Kartoffeln essen?

Grüne Stellen und Keimansätze werden großzügig herausgeschnitten. Sind große Teile grün oder schmeckt die Kartoffel bitter, kommt sie weg.

Wie vermeidest du Acrylamid beim Braten?

Nicht über 180 °C erhitzen, nur goldgelb bräunen, Kartoffeln vorkochen und tiefgekühlte Ware nach Packungsangabe zubereiten.

Welche Kartoffeln eignen sich für Püree?

Mehligkochende Sorten wie Adretta, Afra, Melina, Karlena oder Likaria; für Salat greifst du zu festkochenden wie Cilena, Serafina, Nicola oder Selma.

Quellen und Stand

  1. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zu Solanin (Glykoalkaloiden) in Kartoffeln, FAQ vom 23. April 2018 (abgerufen 01.11.2026). bfr.bund.de
  2. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Vergolden statt verkohlen – Fragen und Antworten zu Acrylamid in Lebensmitteln, FAQ vom 26. August 2024 (abgerufen 01.11.2026). bfr.bund.de
  3. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Kartoffeln – Gesundheit und Umwelt · Kartoffeln – Vom Einkauf in die Küche (abgerufen 01.11.2026). bzfe.de
  4. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Serafina, Marabel oder Karlena? · Alkaloide in Kartoffeln, Auberginen und Tomaten (abgerufen 01.11.2026). bzfe.de

Nährwerte: Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI 10.25826/Data20251217-134202-0, Lizenz CC BY 4.0.

Quellen geprüft bis 01.11.2026.