Lebensmittel & Nährwerte
Kuchen und Gebäck: Kalorien je Stück, Zucker und Fett im Vergleich
Kurz gesagt: Ein Stück Kuchen liefert meist 160 bis 350 kcal: Biskuitrolle 157, Apfelkuchen 264, Marmorkuchen 323, Sachertorte 352 kcal. Je 100 g liegen Croissant, Berliner und Plunderteig bei 355 bis 486 kcal. Die Teigart bestimmt das Fett, von 5,7 g im Biskuit bis 32,8 g im Brownie, das Rezept den Zucker.

Wie viele Kalorien haben Kuchen und Torten?
Je 100 g liegen die meisten Kuchen im Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) zwischen 220 und 440 kcal. Leichte Biskuitteige mit Obst oder Creme bleiben unter 270 kcal, Rühr- und Schokoladenkuchen kommen auf 400 kcal und mehr. Ausschlaggebend ist, was ein Stück wiegt: Ein Stück Apfelkuchen von 120 g liefert 264 kcal, ein Stück Marmorkuchen von nur 80 g bereits 323 kcal, obwohl der Apfelkuchen je 100 g weniger Energie hat.
Die Tabelle zeigt zehn gängige Kuchen. Die Stückgrößen sind Annahmen der Redaktion; Kuchen vom Bäcker oder aus dem Café wiegen häufig mehr, ein Stück Sahnetorte nicht selten 150 g und mehr.
| Lebensmittel | kcal je 100 g | Zucker (g) je 100 g | Portion (Annahme) | kcal je Portion | Zucker (g) je Portion |
|---|---|---|---|---|---|
| Biskuitrolle mit Konfitüre | 262 | 38,1 | 1 Stück (60 g) | 157 | 22,9 |
| Apfelkuchen (Rührmasse) | 220 | 14,6 | 1 Stück (120 g) | 264 | 17,5 |
| Hefezopf mit Sultaninen | 349 | 14,8 | 1 Scheibe (60 g) | 209 | 8,9 |
| Käsekuchen | 261 | 17,5 | 1 Stück, 120 g | 313 | 21,0 |
| Schwarzwälder Kirschtorte | 258 | 14,5 | 1 Stück (120 g) | 310 | 17,4 |
| Marmorkuchen (Rührmasse) | 404 | 19,8 | 1 Stück (80 g) | 323 | 15,9 |
| Zitronenkuchen (Rührmasse) | 437 | 38,9 | 1 Stück (80 g) | 350 | 31,1 |
| Schokoladenkuchen (Rührmasse) | 402 | 23,1 | 1 Stück (80 g) | 322 | 18,5 |
| Sachertorte | 352 | 33,6 | 1 Stück (100 g) | 352 | 33,6 |
| Brownies | 489 | 30,7 | 1 Stück (50 g) | 245 | 15,4 |
Bei den Stücken fällt vor allem die Spanne auf: von 157 kcal für die Biskuitrolle mit Konfitüre bis 352 kcal für die Sachertorte, gut das Doppelte. Das Stück Käsekuchen liegt mit 313 kcal in der Mitte der Reihe. Wer Kuchen in die Tagesbilanz einrechnet, sollte deshalb nicht die Sorte, sondern das gewogene Stück ansetzen. Für den Vergleich mit Schokolade und Gummibärchen hilft der Artikel Süßigkeiten.
Wie viel Energie steckt in Croissant, Berliner und Keksen?
Gebäck aus Blätterteig, frittierter Hefeteig und Kekse sind je 100 g energiereicher als die meisten Kuchen. Ein Croissant hat 426 kcal je 100 g, ein Berliner ohne Füllung 355 kcal, ein Donut mit Schokoladenglasur 338 kcal, Waffeln aus Rührmasse 459 kcal, Cookies mit Schokolade 488 kcal und schokolierte Butterkekse 518 kcal. Das Gewicht pro Stück ist hier kleiner, deshalb wirken die Einzelwerte harmlos: ein Butterkeks von 10 g hat 52 kcal, ein Zwieback von 8 g 33 kcal, ein Lebkuchen von 40 g 160 kcal.
| Lebensmittel | kcal je 100 g | Fett (g) je 100 g | Portion (Annahme) | kcal je Portion |
|---|---|---|---|---|
| Croissant | 426 | 23,6 | 1 Croissant, 60 g | 256 |
| Croissant mit Nuss-Nougat-Füllung | 465 | 26,0 | 1 Stück (70 g) | 326 |
| Berliner, ungefüllt | 355 | 17,3 | 1 Stück (70 g) | 249 |
| Donut mit Schokoladenglasur | 338 | 15,1 | 1 Stück (65 g) | 220 |
| Amerikaner | 380 | 13,7 | 1 Stück (90 g) | 342 |
| Waffeln, einfach (Rührmasse) | 459 | 24,8 | 1 Waffel (60 g) | 275 |
| Cookies mit Schokoladenstückchen | 488 | 22,2 | 1 Cookie (40 g) | 195 |
| Butterkekse, schokoliert | 518 | 28,1 | 1 Keks (10 g) | 52 |
| Lebkuchen, schokoliert | 399 | 11,5 | 1 Stück (40 g) | 160 |
| Zwieback | 414 | 7,9 | 1 Scheibe (8 g) | 33 |
Das Muster ist das gleiche wie bei Nüssen und Schokolade: Je weniger Wasser im Produkt steckt, desto mehr Energie hat es je 100 g. Gebäck mit Füllung wie das Croissant mit Nuss-Nougat-Creme liefert mit 326 kcal je Stück mehr als ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Bei Keksen entscheidet am Ende die Zahl: Fünf Butterkekse sind bei 52 kcal je Keks 260 kcal (Rechnung der Redaktion) und damit mehr als ein Croissant.
Wie stark bestimmt die Teigart das Fett?
Das Fett im Gebäck kommt aus Butter, Margarine, Ölen und Eiern, und die Teigart legt fest, wie viel davon gebraucht wird. Ein Biskuitboden enthält 5,7 g Fett je 100 g und 289 kcal, einfacher Hefeteig gebacken 9,0 g und 322 kcal, feiner Hefeteig 14,1 g, Marmorkuchen aus Rührmasse 19,8 g. Gebackener Plunderteig hat 28,5 g Fett, Brownies kommen auf 32,8 g.
| Lebensmittel | kcal je 100 g | Fett (g) je 100 g | davon gesättigt (g) | Zucker (g) je 100 g | Wasser (g) je 100 g |
|---|---|---|---|---|---|
| Biskuitboden | 289 | 5,7 | 1,5 | 28,0 | 34 |
| Hefeteig, einfach, gebacken | 322 | 9,0 | 5,2 | 8,9 | 30 |
| Hefeteig, fein, gebacken | 359 | 14,1 | 7,8 | 8,5 | 27 |
| Marmorkuchen (Rührmasse) | 404 | 19,8 | 10,9 | 19,8 | 21 |
| Plunderteig, gebacken | 486 | 28,5 | 14,8 | 8,0 | 13 |
| Brownies | 489 | 32,8 | 19,9 | 30,7 | 15 |
Die Spalte der gesättigten Fettsäuren zeigt das Gewicht der Fettwahl noch deutlicher. Ein Brownie von 50 g bringt 10,0 g gesättigtes Fett, ein Croissant von 60 g rund 8,1 g. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, gesättigte Fettsäuren auf unter 10 Prozent der Energie zu begrenzen und sie durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen (WHO 2023). Bei 2.000 kcal sind 10 Prozent 200 kcal, das entspricht rund 22 g gesättigtem Fett (Rechnung der Redaktion mit 9 kcal je g). Ein einziger Brownie deckt davon fast die Hälfte, ein Croissant gut ein Drittel.
Transfettsäuren entstehen laut WHO industriell bei der teilweisen Härtung von Pflanzen- und Fischölen und kommen natürlich in Fleisch und Milch von Wiederkäuern vor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als besonders transfettsäurereiche Lebensmittel frittierte Produkte, Backwaren, Süßwaren und Fertigprodukte (DGE 2015). Wer Gebäck selten und in kleiner Menge isst, bleibt weit unter der 1-Prozent-Grenze. Mehr zu Fetten steht im Artikel Transfette.
Wie viel Zucker steckt in einem Stück Kuchen?
Der Zuckergehalt schwankt stärker als die Energie. Der BLS weist als Zucker die Summe aus Mono- und Disacchariden aus, also Gesamtzucker einschließlich Frucht- und Milchzucker. Ein Stück Zitronenkuchen mit 80 g enthält 31,1 g Zucker, eine Sachertorte von 100 g 33,6 g, eine Biskuitrolle mit Konfitüre von 60 g 22,9 g, ein Stück Marmorkuchen von 80 g dagegen 15,9 g. Der Hefezopf mit Sultaninen kommt auf 8,9 g je Scheibe.
Zum Vergleich: Fachgesellschaften empfehlen, freie Zucker auf unter 10 Prozent der Energie zu begrenzen, bei 2.000 kcal sind das höchstens 50 g am Tag; die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt bedingt eine weitere Senkung auf unter 5 Prozent, stützt sie aber nur auf Daten sehr niedriger Qualität (WHO 2015; DGE, DAG und DDG 2018). Ein Stück Zitronenkuchen erreicht rechnerisch fast zwei Drittel dieser Menge, wobei der BLS-Wert auch den natürlichen Zucker erfasst und nicht allein die freien Zucker. Nach den Daten des Konsensuspapiers stammen 36 Prozent der freien Zucker in Deutschland aus Süßwaren, 26 Prozent aus Fruchtsäften und 12 Prozent aus Limonaden. Was zum Gesamtzucker zählt und was zu den freien Zuckern, erklärt der Artikel Freier Zucker.
Was ist mit Acrylamid in Keksen und Gebäck?
Acrylamid bildet sich beim Backen, Braten und Frittieren stärkehaltiger Lebensmittel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nennt Knäckebrot, Kräcker, Kekse und Frühstückszerealien als Quellen neben Chips, Pommes frites und Kaffee. Nach Angaben der EFSA sind nach den frittierten Kartoffelprodukten und Kaffee weiches Brot, Kekse, Kräcker und Knäckebrot die weiteren wichtigen Quellen (EFSA 2015). Das BfR rät zu „Vergolden statt Verkohlen“: möglichst nicht über 180 Grad Celsius und nicht länger als nötig backen (BfR 2024).
Für das Backen zu Hause heißt das: goldgelb statt dunkelbraun, und nicht länger backen als nötig.
Wie passt Kuchen in den Alltag?
Kuchen ist ein Genussmittel, kein Grundnahrungsmittel; ein Verbot muss deshalb nicht daraus folgen. Drei Rechnungen helfen bei der Einordnung. Erstens zählt das Stück, nicht die Sorte: Ein Stück Apfelkuchen mit 264 kcal ist bei gleichem Gewicht leichter als ein Stück Marmorkuchen. Zweitens wirkt die Sahne dazu: Ein Klecks von 30 g Schlagsahne mit 30 Prozent Fett liefert 92 kcal, siehe den Artikel Eis und Desserts. Drittens zählt die Häufigkeit: Ein Stück am Wochenende ändert den Wochendurchschnitt kaum, ein Stück zu jedem Kaffee ändert ihn deutlich.
Wer zwischendurch Hunger auf Süßes hat, findet im Artikel Zwischenmahlzeiten Snacks mit 100 bis 200 kcal. Dieser Artikel ist redaktionell geprüft und ersetzt keine individuelle Ernährungsberatung.
Lebkuchen, Stollen und Plätzchen mit Kalorien je Stück vergleicht der Artikel Weihnachtsgebäck.
Alkohol in Torten, Gebäck und Backteig zeigt der Artikel Alkohol in Lebensmitteln.
Häufige Fragen
Wie viele Kalorien hat ein Stück Käsekuchen?
261 kcal je 100 g; ein Stück von 120 g liefert 313 kcal und 21,0 g Zucker (BLS 4.0).
Wie viele Kalorien hat ein Croissant?
426 kcal je 100 g; ein Croissant von 60 g liefert 256 kcal, mit Nuss-Nougat-Füllung von 70 g 326 kcal.
Wie viele Kalorien hat ein Berliner?
355 kcal je 100 g; ein ungefüllter Berliner von 70 g liefert 249 kcal.
Welcher Kuchen hat die wenigsten Kalorien?
In der Tabelle liegt die Biskuitrolle mit Konfitüre vorn: 262 kcal je 100 g und 157 kcal je Stück von 60 g. Ein Stück Apfelkuchen aus Rührmasse hat 264 kcal.
Wie viel Zucker darf man am Tag essen?
Fachgesellschaften empfehlen, freie Zucker auf unter 10 Prozent der Energie zu begrenzen, bei 2.000 kcal höchstens 50 g.
Quellen und Stand
- World Health Organization (2023): Saturated fatty acid and trans-fatty acid intake for adults and children: WHO guideline. Genf. who.int
- Wolfram G, Bechthold A, Boeing H et al. (2015): Evidenzbasierte Leitlinie: Fettzufuhr und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten. Deutsche Gesellschaft für Ernährung. dge.de
- World Health Organization (2015): Guideline: sugars intake for adults and children. Genf. iris.who.int
- Ernst JB, Arens-Azevêdo U, Bitzer B et al. (2018): Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland. Konsensuspapier der Deutschen Adipositas-Gesellschaft, der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. dge.de
- European Food Safety Authority (2015): Acrylamide. Themenseite. efsa.europa.eu
- Bundesinstitut für Risikobewertung (2024): Fragen und Antworten zu Acrylamid in Lebensmitteln. bfr.bund.de
Nährwerte: Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI 10.25826/Data20251217-134202-0, Lizenz CC BY 4.0. Einordnungen und Umrechnungen: eigene Berechnungen von kalorien.info.
Quellen geprüft bis 31.10.2026.