So arbeiten wir: Quellen, Belegstufen, Rechenwege
Kurz gesagt: Alle Nährwerte auf kalorien.info stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel BLS 4.0 des Max Rubner-Instituts. Unser Nährwert-Kompass ordnet vier Nährstoffe einzeln ein, ohne Gesamtnote. Rechner zeigen Bereiche statt Scheingenauigkeit und legen ihre Formeln offen. Bei Studien trennen wir, wie sicher ein Befund ist, ob Fachleute sich einig sind und was daraus folgt.
Auf einen Blick
| Bereich | Grundlage |
|---|---|
| Nährwerte | BLS 4.0 (Max Rubner-Institut, Dezember 2025), 7.140 Lebensmittel, 138 Nährstoffe, je 100 g essbarer Anteil, Lizenz CC BY 4.0 |
| Einordnung von Lebensmitteln | Nährwert-Kompass NK-0.2: britische Front-of-Pack-Schwellen (2016) und EU-Verordnung 1924/2006 |
| Energiebedarf | Mifflin-St Jeor (1990), Aktivitätsfaktoren der DGE, Ausgabe als Bereich |
| Eiweißbedarf | Referenzwerte von EFSA und DGE/ÖGE, Uneinigkeit ab 65 offen gezeigt |
| Studien | vier Belegstufen, getrennt von fachlicher Einigkeit und Empfehlung |
| Prüfung | Zweitabgleich jeder Zahl gegen die Fundstelle; keine externe Fachprüfung |
Woher stammen unsere Nährwerte?
Aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), der nationalen Nährstoffdatenbank Deutschlands. Version 4.0 hat das Max Rubner-Institut im Dezember 2025 veröffentlicht. Sie enthält 7.140 Lebensmittel und Gerichte mit jeweils 138 Nährstoffen; alle Angaben beziehen sich auf 100 g essbaren Anteil. Neu ist, dass für jeden einzelnen Wert die Herkunft dokumentiert ist, etwa „Analyse“, „Rezeptberechnung“ oder „Literatur“ (Max Rubner-Institut 2025).
Für den BLS haben wir uns entschieden, weil er als einzige uns bekannte Quelle deutsche Lebensmittel, eine offene Lizenz und eine Herkunftsangabe je Wert verbindet. Wir mischen keine Datenbanken in einer Tabelle: Jeder angezeigte Wert stammt aus genau einer Quelle. Markenprodukte nach Barcode gibt es zum Start nicht.
Namensnennung nach CC BY 4.0
Nährwerte: Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe. DOI 10.25826/Data20251217-134202-0, Lizenz CC BY 4.0. Portionswerte, Einordnungen und Umrechnungen: eigene Berechnungen von kalorien.info.
Die Rohdaten verändern wir nicht. Was wir hinzufügen – Portionen, Umrechnungen auf 100 ml, Einordnungen des Kompasses, Summen und Rechenwerte –, entsteht als eigene Berechnung aus den unveränderten BLS-Werten und ist als solche gekennzeichnet.
Wie wir mit den Werten umgehen
- Berechnet ist im BLS der Normalfall. Die Energie jedes Eintrags wird aus Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Alkohol, organischen Säuren und Zuckeralkoholen berechnet, mit denselben Faktoren wie auf Lebensmittelpackungen (BLS-Dokumentation, Abschnitt 5.2; LMIV Anhang XIV). Salz ergibt sich aus Natrium mal 2,5. Wir zeigen deshalb nicht „gemessen“ oder „berechnet“ als Qualitätsurteil, sondern nennen die Herkunftsangabe des BLS im Klartext.
- Vier Zustände statt einer Null. Wir unterscheiden einen Zahlenwert, „Spuren bzw. unter der Nachweisgrenze“ (angezeigt als „≈ 0“), „logische Null“ (der Nährstoff kommt naturgemäß nicht vor, etwa Ballaststoffe in Öl) und „fehlt“. Ein fehlender Wert erscheint als „unbekannt“, nie als 0 – so empfiehlt es auch die BLS-Dokumentation.
- Roh und gegart. Hat der BLS getrennte Einträge, zeigen wir beide auf einer Seite mit Umschalter. Einen Umrechnungsfaktor roh → gegart bilden wir nur aus diesen beiden Einträgen (Energie roh ÷ Energie gegart) und kennzeichnen ihn als rechnerischen Richtwert, der von Kochzeit und Wassermenge abhängt. Pauschale Faktoren verwenden wir nicht; für getrocknete Hülsenfrüchte nennen wir den Faktor 1,8 der DGE.
- Portionen. Alltagsportionen („1 Scheibe“, „1 EL“) sind redaktionelle Annahmen, sofern keine Quelle wie die DGE-Orientierungswerte vorliegt. Portionen mit Schale oder Kern geben wir als essbares Gewicht an.
- Getränke. Der BLS nennt Werte je 100 g. Für Getränke rechnen wir auf 100 ml um; fehlt eine belegte Dichte, nehmen wir 1,0 g/ml an und schreiben das dazu.
- Gerichte. Einträge für Gerichte beruhen auf Standardrezepturen des BLS. Dein Gericht kann deutlich abweichen.
Wie funktioniert der Nährwert-Kompass?
Er ordnet vier Nährstoffe einzeln in „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ ein, zeigt zwei Plus-Merkmale ohne Farbe und nennt die Energiedichte neutral. Eine Gesamtnote vergibt er nicht. Jede Einordnung erscheint mit Farbe, Wort und Symbol und lässt sich über „Warum?“ nachvollziehen. Eine ausführliche Erklärung für den Alltag steht im Artikel So funktioniert der Nährwert-Kompass; hier folgt die vollständige Regel.
Indikatoren: Fett, gesättigte Fettsäuren, Gesamtzucker, Salz
Grundlage sind die Schwellen des britischen Leitfadens zur Nährwertkennzeichnung auf der Packungsvorderseite (Department of Health, Food Standards Agency und Food Standards Scotland, zuletzt aktualisiert 2016, Annex 3, Tabellen 2 und 3; gov.uk, Open Government Licence).
| Nährstoff | niedrig | mittel | hoch |
|---|---|---|---|
| Fett | ≤ 3,0 g | > 3,0 bis ≤ 17,5 g | > 17,5 g |
| Gesättigte Fettsäuren | ≤ 1,5 g | > 1,5 bis ≤ 5,0 g | > 5,0 g |
| Gesamtzucker | ≤ 5,0 g | > 5,0 bis ≤ 22,5 g | > 22,5 g |
| Salz | ≤ 0,3 g | > 0,3 bis ≤ 1,5 g | > 1,5 g |
| Nährstoff | niedrig | mittel | hoch |
|---|---|---|---|
| Fett | ≤ 1,5 g | > 1,5 bis ≤ 8,75 g | > 8,75 g |
| Gesättigte Fettsäuren | ≤ 0,75 g | > 0,75 bis ≤ 2,5 g | > 2,5 g |
| Gesamtzucker | ≤ 2,5 g | > 2,5 bis ≤ 11,25 g | > 11,25 g |
| Salz | ≤ 0,3 g | > 0,3 bis ≤ 0,75 g | > 0,75 g |
- Portionsregel: Wie im britischen Leitfaden gilt „hoch“ auch dann, wenn eine Portion über 100 g mehr als 30 % der Referenzmenge enthält (über 21 g Fett, 6,0 g gesättigte Fettsäuren, 27 g Zucker oder 1,8 g Salz; bei Getränken über 150 ml mehr als 15 %: über 10,5 g, 3 g, 13,5 g bzw. 0,9 g). Wir wenden die Regel nur auf die feste Referenzportion der Redaktion an, nicht auf die Menge, die du einstellst – sonst würde sich die Einordnung mit dem Schieberegler ändern.
- Rundung: Die Stufe wird am angezeigten, gerundeten Wert bestimmt, damit Zahl und Stufe nie widersprüchlich wirken.
- Was als Getränk gilt, legt eine Zuordnungsliste fest (Getränke, Säfte, Milch und Milchmischgetränke). Dass Milch als Getränk zählt, ist eine redaktionelle Entscheidung.
- Gesamtzucker ist nicht freier Zucker. Der BLS führt Mono- und Disaccharide gesamt. Bei Obst, Gemüse und naturbelassenen Milchprodukten weisen wir darauf hin, dass es sich überwiegend um natürlich enthaltenen Zucker handelt.
- Keine Einordnung von Mahlzeiten. Die Schwellen gelten für einzelne Lebensmittel; für Summen in der Mahlzeiten-Werkstatt zeigen wir keine Ampel.
Plus-Merkmale: Eiweiß und Ballaststoffe
Für die Plus-Merkmale nutzen wir die Schwellen, ab denen Hersteller in der EU „Proteinquelle“ oder „Ballaststoffquelle“ angeben dürfen (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Anhang). Wir formulieren sie bewusst als Einordnung, nicht als Werbeaussage: „erreicht die Schwelle, ab der ein Hersteller ‚Proteinquelle‘ angeben dürfte“.
| Merkmal | Schwelle „Quelle“ | Schwelle „hoher Gehalt“ |
|---|---|---|
| Eiweiß (Anteil an der Energie = Eiweiß in g × 4 ÷ kcal × 100) | mindestens 12 % | mindestens 20 % |
| Ballaststoffe | mindestens 3 g je 100 g oder 1,5 g je 100 kcal | mindestens 6 g je 100 g oder 3 g je 100 kcal |
Unter 5 kcal je 100 g berechnen wir keinen Eiweißanteil. Unter 40 kcal je 100 g erscheint ein Plus-Merkmal mit dem Zusatz, dass der Anteil vor allem deshalb hoch ist, weil das Lebensmittel sehr wenig Energie liefert, und mit der Eiweiß- oder Ballaststoffmenge je Portion (Kontextregel). Fehlen Eiweiß, Ballaststoffe oder Energie, entfallen die Plus-Merkmale.
Energiedichte
Kilokalorien je Gramm, eine Nachkommastelle, ohne Farbe und ohne Einteilung in niedrig und hoch, weil wir für solche Schwellen keine belastbare Quelle gefunden haben. Warum die Energiedichte trotzdem nützlich ist, erklärt der Artikel Energiedichte.
Pflichttext und bekannte Schwächen
„Orientierung auf Basis der britischen Front-of-Pack-Schwellen (2016) und der EU-Schwellen für nährwertbezogene Angaben. Kein Gesamturteil: Ob ein Lebensmittel in deine Ernährung passt, hängt von Menge, Häufigkeit und dem Rest deiner Mahlzeiten ab. Methodik fachlich noch nicht extern geprüft.“
- Olivenöl, Nüsse und Käse erscheinen beim Fett als „hoch“, obwohl für die Bewertung von Fett vor allem die Fettart und die Menge zählen.
- Die Schwellen wurden im Vereinigten Königreich für verpackte Produkte entwickelt. Ihre Anwendung auf allgemeine Lebensmittel aus dem BLS ist unsere eigene Übertragung.
- Die Portionsregel gilt nur für die Referenzportion.
- Kontextregel, Getränkezuordnung und Dichte-Annahme sind redaktionelle Festlegungen ohne eigene Quelle.
- Einen Nutri-Score berechnen wir nicht: Er ist eine eingetragene Marke, bildet einen Gesamtwert und braucht den Anteil von Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten, den der BLS nicht liefert. Was er bedeutet, erklärt der Artikel Nutri-Score erklärt.
Wie rechnen unsere Rechner?
Mit offenen Formeln, als Bereich und nur für Gruppen, für die sie gedacht sind. Vor jeder persönlichen Rechnung fragen wir, ob du jünger als 18 bist, schwanger bist oder stillst, eine Essstörung hast oder hattest oder eine Erkrankung oder Medikamente mit Einfluss auf Ernährung, Gewicht oder Appetit hast. Dann zeigen wir statt einer Zahl eine Einordnung und Anlaufstellen, etwa auf der Seite Essstörungen: Warnzeichen und Hilfe.
Kalorienbedarf (Energie-Schätzer)
- Ruheumsatz nach Mifflin-St Jeor: Männer 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter (Jahre) + 5; Frauen dieselbe Formel − 161 (Mifflin et al. 1990). Gerechnet wird für 18 bis 78 Jahre, den Altersbereich, aus dem die Formel stammt. Passt keine der beiden Formelvarianten, rechnen wir beide und zeigen den gemeinsamen Bereich.
- Bereich: Ruheumsatz × 0,9 bis × 1,1. Die Breite von ± 10 % orientiert sich daran, dass Mifflin-St Jeor im systematischen Vergleich den Ruheumsatz bei den meisten Menschen auf ± 10 % genau trifft (Frankenfield et al. 2005); im Einzelfall sind größere Abweichungen möglich.
- Gesamtumsatz: Bereich × Aktivitätsfaktor 1,4, 1,6 oder 1,8 (Stufen der DGE-Referenzwerte für Energie). Untergrenze auf 50 kcal abgerundet, Obergrenze aufgerundet.
- Ansicht „Abnehmen“: Gesamtumsatz minus 500 bis 600 kcal, die Orientierung der S3-Leitlinie Adipositas (AWMF 050-001, Empf. 5.11). Die Untergrenze fällt nie unter den geschätzten Ruheumsatz; wird sie angehoben, erscheint der Satz „Ein größeres Defizit solltest du nicht ohne Begleitung planen.“ Keine Angabe „Kilo bis Datum“. Bei einem BMI unter 18,5 gibt es keine Abnehmansicht.
- Kontrolle: Das Ergebnis ist ein Startwert. Das eigentliche Kontrollmaß ist nach DGE und EFSA das Körpergewicht im Verlauf.
Hintergrund und Rechenbeispiele stehen im Artikel Grundumsatz und Gesamtumsatz.
Eiweißbedarf
- 18 bis unter 65 Jahre: Körpergewicht × 0,8 bis 0,83 g pro Tag (DGE/ÖGE 0,8 g/kg; EFSA 0,83 g/kg).
- Ab 65: zwei Werte nebeneinander – EFSA 0,83 g/kg und der DGE-Schätzwert 1,0 g/kg –, weil sich die Fachstellen hier nicht einig sind.
- Bei regelmäßigem Krafttraining: zusätzlich ein Bereich von 1,2 bis 1,6 g/kg (Entscheidung K-2) mit dem Hinweis, dass der Nutzen oberhalb von etwa 1,2 g/kg weniger sicher belegt ist, dass mehr Eiweiß zum Training in Studien nur einen kleinen Zusatznutzen für die Muskelmasse brachte und der Wert 1,6 aus einer statistisch nicht gesicherten Auswertung überwiegend junger Trainierender stammt (Morton et al. 2018; Nunes et al. 2022). Der Nutzen oberhalb von etwa 1,2 g/kg ist weniger sicher belegt; der Rechner zeigt das direkt beim Ergebnis an.
- Die Anzeige geht nie über 1,7 g/kg; die EFSA hält bei Erwachsenen bis etwa zum Doppelten der Referenzzufuhr für sicher.
- Bei Nierenerkrankung zeigen wir keine Zahl: Die Eiweißmenge gehört dann in ärztliche bzw. ernährungstherapeutische Hand.
Mahlzeiten-Werkstatt und Rezeptrechner
Summe je Nährstoff = Wert je 100 g × Menge in g ÷ 100, gerundet erst am Ende. Im Rezeptmodus teilen wir die Summe durch die Zahl der Portionen; Werte je 100 g gibt es nur, wenn du das Gewicht nach dem Garen einträgst, weil beim Kochen Wasser verdunstet oder aufgenommen wird. Nährstoffverluste beim Garen bilden wir nicht ab. Fehlt für eine Zutat ein Wert, steht vor der Summe „mindestens“.
Wie bewerten wir Studien und Empfehlungen?
Getrennt nach drei Fragen, die man leicht vermischt: Wie sicher ist ein Befund? Sind sich Fachleute einig? Und was folgt daraus für dich? Eine starke Studienlage für einen winzigen Effekt kann zu einer zurückhaltenden Empfehlung führen; ein fehlender Beleg heißt nicht, dass etwas wirkungslos ist.
| Stufe | Bedeutung |
|---|---|
| hoch – gut belegt | Mehrere solide Studien zeigen in dieselbe Richtung; dass neue Daten das Bild umkehren, ist unwahrscheinlich. |
| mittel – begrenzt belastbar | Wohin der Befund zeigt, ist ziemlich klar – wie groß er ist oder für wen er gilt, weniger. |
| niedrig – erste Hinweise | Erste Studien am Menschen liegen vor; das Ergebnis kann mit weiteren Daten noch kippen. |
| unzureichend – derzeit offen | Studien am Menschen, die die Frage beantworten, gibt es (noch) nicht. |
- Zusatzhinweise machen typische Schwachstellen sichtbar, zum Beispiel wenn ein Befund allein aus Beobachtungen stammt, nur im Tierversuch oder an Blutwerten gezeigt wurde, Studien sich widersprechen, eine andere Personengruppe untersucht wurde oder der Nutzen im Alltag gering ist.
- Fachliche Einigkeit: „kein Streit“, „fachlich uneinig“ (Fachstellen bewerten dieselben Daten unterschiedlich – dann nennen wir beide Positionen) oder „öffentlich umstritten“ (Streit in Medien, nicht in der Fachwelt – dann stellen wir keine falsche Ausgewogenheit her).
- Was folgt daraus: „sinnvoll im genannten Rahmen“, „hängt von deiner Lage ab“, „für diesen Zweck nicht ausreichend begründet“ oder „ärztlich abklären“. Für Kinder, Schwangere und Stillende, Hochbetagte, Menschen mit Erkrankungen, Medikamenten oder Essstörungen geben wir keine Mengen-, Diät-, Fasten- oder Präparateempfehlungen.
- Wiedergaben von Leitlinien, Behördenwerten oder Gesetzen kennzeichnen wir mit Stelle und Stand, nicht mit einer Belegstufe.
Wir nutzen nur frei zugängliche Quellen – Leitlinien, Behördendokumente, Übersichtsarbeiten und Studien im Volltext. Haben wir von einer Arbeit nur die Zusammenfassung gelesen, verwenden wir sie qualitativ oder nur mit den Zahlen, die dort stehen, und setzen die Belegstufe eine Stufe vorsichtiger an. Jede Zahl auf dieser Website haben wir in einem getrennten zweiten Durchgang erneut gegen ihre Fundstelle geprüft. Die Belegbasis teilen wir mit dem Buch „Gut essen. Klar entscheiden.“; die Texte des Portals sind eigenständig.
Welche Festlegungen haben wir selbst getroffen?
Einige Regeln haben keine eigene Quelle, sondern sind redaktionelle Entscheidungen. Wir legen sie offen, damit du sie einordnen kannst, und ändern sie, sobald es bessere Grundlagen gibt:
- Kontextregel für Plus-Merkmale unter 40 kcal je 100 g
- Schätzbereich ± 10 % um den Ruheumsatz
- Abnehmansicht nie unter dem geschätzten Ruheumsatz
- Plausibilitätsgrenzen für Eingaben (etwa Größe 120–230 cm, Gewicht 30–300 kg, Einzelzutat über 5.000 g nur nach Bestätigung)
- Dichte 1,0 g/ml als Ersatzwert für Getränke ohne belegte Dichte
- Zuordnung von Milch zu den Getränken im Kompass
- Referenzportionen, soweit nicht aus DGE-Angaben abgeleitet
Jede Änderung an Schwellen, Regeln oder Texten des Kompasses erhöht die Methodik-Version (derzeit NK-0.2). Neue BLS-Versionen prüfen wir mit einem Vergleich aller betroffenen Werte und Einordnungen. Beides dokumentieren wir auf der Seite Korrekturen und Änderungen.
Häufige Fragen
Warum stimmen eure Werte nicht mit meiner Packung überein?
Der BLS beschreibt ein typisches Lebensmittel, die Packung ein bestimmtes Produkt. Rezepturen, Sorten und Rundung unterscheiden sich. Für ein konkretes Markenprodukt gilt die Packung.
Ist der Nährwert-Kompass eine Ernährungsampel?
Er nutzt Ampelfarben für vier einzelne Nährstoffe, verzichtet aber bewusst auf eine Gesamtbewertung, und Rot heißt bei ihm nicht „Finger weg“. Er beschreibt Gehalte, keine Erlaubnisse.
Hat eine Ernährungsfachkraft die Methodik geprüft?
Nein. Die Inhalte sind redaktionell geprüft, aber nicht extern fachlich begutachtet. Was das bedeutet und wie wir damit umgehen, steht auf der Seite Redaktion.
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Quellen und Stand
- Max Rubner-Institut (2025): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 – Deutsche Nährstoffdatenbank. Karlsruhe; Dokumentation Version 4.0 (Abschnitte 4 und 5). doi:10.25826/Data20251217-134202-0
- Department of Health, Food Standards Agency, Food Standards Scotland (2016): Guide to creating a front of pack (FoP) nutrition label for pre-packed products sold through retail outlets, Annex 3. gov.uk
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, konsolidierte Fassung vom 13.12.2014, Anhang. eur-lex.europa.eu
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 (LMIV), konsolidierte Fassung vom 01.01.2018, Anhang I Nr. 11, Anhang XIII Teil B, Anhang XIV. eur-lex.europa.eu
- Mifflin MD, St Jeor ST et al. (1990): A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals. Am J Clin Nutr 51:241–247. doi:10.1093/ajcn/51.2.241
- Frankenfield D, Roth-Yousey L, Compher C (2005): Comparison of predictive equations for resting metabolic rate in healthy nonobese and obese adults: a systematic review. J Am Diet Assoc 105:775–789. doi:10.1016/j.jada.2005.02.005
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Seiten Energie (Stand der Ableitung 2015) und Protein (2017). dge.de
- EFSA (2017): Dietary reference values for nutrients. Summary report. doi:10.2903/sp.efsa.2017.e15121
- Deutsche Adipositas-Gesellschaft u. a. (2024): S3-Leitlinie „Prävention und Therapie der Adipositas“, Version 5.0, AWMF 050-001. register.awmf.org
- Morton RW et al. (2018): A systematic review, meta-analysis and meta-regression of the effect of protein supplementation on resistance training-induced gains in muscle mass and strength in healthy adults. Br J Sports Med 52:376–384. doi:10.1136/bjsports-2017-097608
- Nunes EA et al. (2022): Systematic review and meta-analysis of protein intake to support muscle mass and function in healthy adults. J Cachexia Sarcopenia Muscle 13:795–810. doi:10.1002/jcsm.12922
Methodik-Version NK-0.2, Stand 01.10.2026. Quellen geprüft bis 30.09.2026.